PRO HUMAN - Ihr Partner im Alter

Schutz und Unterstützung

Diese beiden Begriffe werden in diesem Kontext zusammen gebraucht, da sie sich sehr eng aufeinander beziehen. Durch die Unterstützung eines Menschen wird ihm oft gleichzeitig ein Gefühl des Beschütztwerdens zuteil, dass jemand da ist, der sich für ihn und seine Belange einsetzt.

- Wir bieten ein umfassendes Beratungsangebot für unsere Pflegegäste und seine Angehörigen an. Neben dem Werben und Erklären der besonderen Verhaltensweisen dementiell Erkrankter berücksichtigen wir hierbei auch rechtliche Aspekte, z.B. Einrichten einer Betreuung, Finanzierung von Hilfeleistungen, Leistungen nach dem SGB XI oder BSHG.

- Wir bieten unsere Hilfestellung bei der Antragstellung an.

- Wir schützen unsere Pflegekräfte soweit möglich vor Selbst- und Fremdschädigung, beispielsweise durch Schutzmaßnahmen wie Wegräumen aller gefährlichen Dinge, wie Putzmittel, scharfe oder spitze Gegenstände.

- Wir befürworten ausdrücklich die weitgehende Nichtanwendung von Fixierungen des Betroffenen, wie beispielsweise durch Angurten am Stuhl.

- Wir sind alternativen und konventionellen Methoden gegenüber aufgeschlossen, die eine verminderte Gabe von Psychopharmaka zur Folge haben können. Bei dennoch ärztlich notwendiger Gabe von Psychopharmaka wirken wir auf die möglichst geringe Dosiseinstellung hin.

- Wir legen unserer Arbeit das Prinzip der Selbstbestimmung der dementiell erkrankten Menschen zugrunde, beispielsweise durch Respektieren eines Abbruchs einer therapeutischen Behandlung seitens des Pflegegastes.

- Wir stellen die medizinische, pflegerische und therapeutische Behandlung in unserer Einrichtung durch ausreichende Angebote von Hilfe-, Pflege- und Therapiemaßnahmen sicher.

- Wir kooperieren mit Ärzten im Interesse der Pflegegäste und stellen damit die ärztliche Behandlung sicher. Bei Besonderheiten oder Unklarheiten z.B. der Medikation haken wir beim Arzt prompt nach. Gegebenfalls schlagen wir die Hinzuziehung eines Facharztes vor.

- Dem Recht auf freie Entfaltung tragen wir durch Möglichkeiten zur Aktivität und durch Stimulation Rechnung. Es ist die Möglichkeit vorhanden, sich einen persönlichen Freiraum zu schaffen.

- Wir koordinieren Versorgungsnetze für den einzelnen Erkrankten durch Kooperation mit regionalen Einrichtungen und Diensten des Altenhilfeverbundsystems.

- Wir bieten gezielt Möglichkeiten der Gestaltung des sozialen Umfeldes, z.B. durch gemeindenahes, integratives Arbeiten.

- Eine klare Tagesstrukturierung sehen wir in der Arbeit mit dementiell erkrankten Menschen als wichtig an. Sie ist eine Orientierungshilfe und ein Element, das Sicherheit in den Alltag unserer Pflegegäste bringt.

- Wir versuchen eine unterstützende Umwelt für die Erkrankten und die Mitarbeiter zu schaffen, durch die Verwendung von Hilfsmitteln, ausreichend Zeit und Wiederholungen einzelner Elemente sowie einer ausgefeilten Dokumentation.

- Der stete Aufbau eines schützenden, Sicherheit und Geborgenheit vermittelnden Milieus, macht zu einem großen Teil die gute Atmosphäre von PRO HUMAN aus.

- Wir treten mit dem Thema „Demenz“ an die Öffentlichkeit heran und versuchen so auf eine Lobbybildung in der Öffentlichkeit hinzuarbeiten. Durch die aktive Mitarbeit in Fachgremien (z.B. Fachbeirat der Deutschen Alzheimergesellschaft) versuchen wir auch die Prioritäten in der Sozialpolitik zu verändern. Durch Dozententätigkeit in der Altenpflegeausbildung, in der Ausbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie, als auch mittels Durchführung von Weiterbildungen in der Altenhilfeführung tragen wir die beschriebenen Gedanken in alle Bereiche der regionalen Altenhilfe.